Alfons Knust - Ein Leben mit und für die Musik

Der Vater Chorsänger, die Mutter spielte Zither und Mundharmonika, ein Onkel spielte Trompete, ein anderer Onkel Akkordeon usw. – die Musik wurde in der Familie Knust in Giershagen (Hochsauerland) schon immer groß geschrieben.
So war es dann auch nicht verwunderlich, dass ich (als ältestes von fünf Kindern)  mit 13 Jahren im Jahr 1966 das Trommeln erlernte – von einem alten Militärmusiker in dessen Kuhstall ausgebildet (Trommeln war nun mal mit Lärm verbunden – und wie Zeitzeugen berichteten, soll die Milch währenddessen nicht sauer geworden sein). Gleichzeitig trat ich dem Musikverein Giershagen im Hochsauerland bei.
Mein erstes Schützenfest spielte ich mit dieser Kapelle bereits ein Jahr später im Jahr 1967. Viele Kapellen besaßen zu diesem Zeitpunkt schon ein komplettes Schlagzeug. Dem Musikverein Giershagen fehlte hierzu das Geld. Etwas – aber nur etwas - illegal durfte ich bereits mit 15 Jahren während der Schulferien in einer Papierfabrik für 1,68 DM/Stunde mein erstes Geld verdienen. Zum Ende der Sommerferien wies mein Taschengeldkonto einen Betrag von ca. 680 DM aus – und ich konnte meinen Traum verwirklichen: ich konnte mir ein komplettes Schlagzeug (ein Ausstellungsstück) für 650 DM kaufen.
Als Autodidakt brachte ich mir selbst das Schlagzeugspielen nach Noten bei. Ein Plattenspieler ans Radio angeschlossen, das und das Schlagzeug im Keller aufgebaut, spielte ich zunächst nur volkstümliche Melodien mit. Die dazugehörenden Noten hatte unser Musikverein.
Doch mit volkstümlicher Musik hatte ich nicht genug. Es wurden Schallplatten von den Beach Boys, den Beatles, Rolling Stones, den Lords usw. besorgt und so lernte ich auch die von vielen Erwachsenen damals verächtlich „Negermusik“ genannte Rock-Musik kennen.
Neben der Blasmusik im Musikverein Giershagen ging ich nun auch mit verschiedenen sogenannten Kellerbands an den Wochenenden auf Tour. Es waren dies unterschiedliche Besetzungen: Rock-Band, Tanzkapelle, Big-Band.

Ganz der Blasmusik verschrieben hatte ich mich dann ab Mitte der 70er Jahre. Da brachte mir mein ehemaliger Kapellmeister auch das Dirigieren bei. Er fragte mich eines Abends, welche musikalischen Träume ich hätte. Meine Antwort: „entweder mit dieser oder einer anderen Kapelle mal eine Schallplatte aufnehmen“. Dieser Traum sollte im Jahr 1999 in Erfüllung gehen. Dem Musikverein Giershagen blieb ich bis zu meinem beruflichen Umzug 1982 nach Stuttgart treu, wo es dann eine musikalische Schaffenspause bis1986 gab.
Mit dem Berufswechsel zu der Stuttgarter Straßenbahnen AG ging es dann auch musikalisch weiter im Blasorchester der Stuttgarter Straßenbahnen – ein notensicherer Schlagzeuger wurde hier dringend gesucht. Im Laufe der Jahre bis zu meinem Eintritt in die Ruhephase der Altersteilzeit im Jahr 2012 war ich auch viele Jahre Leiter und zeitweise auch Dirigent des Blasorchesters der Stuttgarter Straßenbahnen. In diese Zeit fiel auch die Produktion einer CD mit dem Orchester im Jahr 1999. In vielen Rundfunksendern der ARD waren unsere Titel zu hören. Selbst im Fernsehen – sowohl beim damaligen Privatsender B.TV (Ludwigsburg) als auch beim Südwest-Fernsehen – durfte ich mit dem Blasorchester der Stuttgarter Straßenbahnen auftreten. Diverse Konzertreisen führten plötzlich weit über die Landesgrenzen hinaus (z. B. nach Lodz (Polen) oder Prag (Tschechien). Im Jahr 2012 hängte ich mein Hobby als Musiker dann aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel.
Auf der Suche nach einem „Ersatz-Hobby“ machte ich Bekanntschaft mit einem Web-Radio. Die Zusammenarbeit mit vielen Gleichgesinnten, der Kontakt zu den Hörerinnen und Hörern und die Beschäftigung mit der Musik – das war es, was mich wieder aufblühen ließ. Bis zum heutigen Tag übe ich dieses Hobby mehrfach wöchentlich beim Web-Radio www.schlagermoewe-emden.de mit großem Interesse aus.
Nach meinem Umzug 2014 nach Norddeutschland lernte ich auch den Schauspieler, Sänger und Musikproduzenten Barry Lane kennen. Als ich mit meiner Partnerin bei ihm zum Kaffeetrinken eingeladen war, schnappte er sich seine Gitarre und stimmte das Lied von Ronny – Kleine Annabell – an, das ich mitsingen sollte.
Das Ergebnis: Er produzierte meine erste Maxi-Single unter dem Titel „Deine Spuren im Sand“ mit den Titeln „Deine Spuren im Sand“, „Kleine Annabell“ und „La Paloma“.

 

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